Auf einem Festival

Neben Strand und Sonne sind Festivals im Sommer einfach das Beste. Denn überall gib es Pommes und Musik. Dass Musik und Popkultur eine verbinde Wirkung haben kann, ist ein alter Sonnenhut. Aber so schön die meisten Festivals auch sind, werden viele Menschen ausgeschlossen, wenn die Festivals nicht barrierefrei sind. Dass es auch anders geht, beweisen seit Jahren Festivals, wie das Wacken oder das Sziget-Festival in Ungarn (Hier dazu ein Bericht von der Wheelmapperin Adina). Auch dort ist nicht alles perfekt, aber Menschen mit Behinderung werden in der Planung mitgedacht.

Noch mehr Inklusion und Vielfalt gibt es beim Pop-Kultur Festival in Berlin. Das durch das  Musicboard Berlin geförderte Festival versucht Zugänge weiterzudenken und Barrieren vor und auf der Bühne zu beseitigen. Welche Maßnahmen umgesetzt werden und wie sie von Besucher*innen mit Behinderung angenommen werden, dokumentiert dieser kleine Film vom Pop-Kultur Festival 2019 (hier geht es zur Version mit Audiodeskription):

Welche Maßnahmen genau umgesetzt wurden und wie sie auch auf anderen Festivals umgesetzt werden können, haben wir hier aufgedröselt:

Podiumsgäste auf der Veranstaltung "Inklusion im Fernsehen" der Grimme Akademie bei RTL in Köln. Es spricht ein kleinwüchsiger Rollstuhlfahrer ins Mikro. Neben ihm sitzen eine Frau mit Down-Syndrom und eine nicht behinderte Frau. Der Moderator ist im Vordergrund zu sehen.

Beim Sziget-Festival wird an verschiedenen Stellen Barrierefreiheit schon mitgedacht und immer mehr Rollstuhlfahrer*innen besuchen das Festival in Ungarn.
Foto: Timo Hermann | Gesellschaftsbilder.de

Zugang zum Festival

Kopfsteinpflaster ist der natürliche Feind aller Menschen, die eine Mobilitätseinschränkung haben. Deshalb haben die Veranstalter*innen des Pop-Kultur auf dem gesamten Außengelände Matten ausgelegt, um Menschen, die z.B. mit dem Rollstuhl unterwegs sind, den Weg zu erleichtern. Außerdem wurde die Barrierefreiheit auf der Website des Festivals ausführlich beschrieben.

Beim Pop-Kultur Festival wurden Matten über das ganze unebene Gelände der Kulturbrauerei gelegt.
Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Ein Podium einer Veranstaltung der Neue Deutsche Medienmacher. Im Vordergrund spricht ein Mann mit Migrationsgeschichte in ein Mikrofon. Hinter ihm im Foto sitzen auf dem Podium weitere Gäste mit Migrationsgeschichte, sowohl Frauen als auch Männer.

Eine Gebärdensprachdolmetscherin spricht mit Gästen auf einem Festival
Foto: Andi Weiland | Gesellschafsbilder.de

 

Awareness Team

Inklusionshelfer*in auf dem Pop-Kultur Festival.

Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Ein Podium einer Veranstaltung der Neue Deutsche Medienmacher. Im Vordergrund spricht ein Mann mit Migrationsgeschichte in ein Mikrofon. Hinter ihm im Foto sitzen auf dem Podium weitere Gäste mit Migrationsgeschichte, sowohl Frauen als auch Männer.

Eine Gebärdensprachdolmetscherin übersetzt ein Konzert auf einer Bühne
Foto: Andi Weiland | Gesellschafsbilder.de

Mit Gebärdensprach-dolmertscher*innen ein Konzert übersetzen

#DieMitDenHändenTanzen: Gebärdensprachdolmetscher*innen übersetzen die Songs simultan auf den Konzerten. 

Eine Gebärdensprachdolmetscherin übersetzt ein Konzert auf einer Bühne

Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Festival

21 Downbeat feat. Jens Friebe auf der Bühne.

Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Die inklusive Band Station 17 aus Hamburg auf der Bühne

Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Kleiner Tipp am Rande:

Frag in Deinen Netzwerken wie Facebook und Twitter Deine Freund*innen und Bekannte, ob sie inklusive Künstler*innen kennen.